Johann Gerhard – lutherische Orthodoxie zwischen Dogmatik und Spiritualität (aktualisiert)
Johann(es) Gerhard (geb. 17.10.1582 in Quedlinburg, gest. 17.08.1637 in Jena) gehört zu den bedeutendsten nach-reformatorischen Theologen lutherischer Prägung. Noch nicht der Erstarrung protestantischer Orthodoxie verfallen, ist er ein durchaus eigenständiger Denker. Er bedient sich zwar noch der Loci-Methode (Local-Methode) in seiner Hauptschrift, den Loci communes, zeigt sich schon eine gewisse analytische Kraft (vgl. die dann dominierende Analytische Methode). […]
Johann Gerhard: Lutherische Hermeneutik zwischen dogmatischer Verfestigung und Geistinspiration
Unterschrift von Johann Gerhard(vom Cover der Meditationes — Ausgabe:Frommann-Holzboog) Der lutherische Theologe Johann(es) Gerhard (1582 – 1637) zeichnet sich dadurch aus, dass er noch nicht der Erstarrung protestantischer Orthodoxie verfallen ist. Von der Reformation und der von Philipp Melanchthon entwickelten Loci-Methode herkommend (vgl. Melanchthon: Loci Communes), zeigt seine Hauptschrift, die Loci communes, bereits eine gewisse analytische Kraft, wie sie in der dann […]
Reinhard Kirste: Biblische Hermeneutik im Horizont des Heiligen Geistes. Anstöße aus der lutherischen Orthodoxie
Mit der Arbeit: Das Zeugnis des Geistes und das Zeugnis der Schrift. Das testimonium spiritus sancti internum als hermeneutisch-polemischer Zentralbegriff bei Johann Gerhard in der Auseinandersetzung mit Robert Bellarmins Schriftverständnis (1975) Göttinger Theologische Arbeiten, Bd. 6. Göttingen: V & R 1976, 253 S. Personenregister wurde Reinhard Kirste im Jahr 1975 zum Dr. theol. an der Kirchlichen Hochschule Berlin (jetzt Teil der Humboldt-Universität Berlin) […]
Johann Gerhard: Ein fast vergessener Theologe der Nachreformationszeit
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat im Rahmen des zu erwartenden 500. Reformationsjubiläums 2017 das Jahr 2013 unter das Thema der Toleranz gestellt. Angesichts der bedeutenden reformatorischen Persönlichkeiten von Luther bis Calvin, gerät die nachreformatorische Periode aus dem Blick. Denn die als dogmatisch verhärtet angesehene altprotestantische Orthodoxie mit reformierter und lutherischer Prägung hat einige […]