Johann Gerhard – lutherische Orthodoxie zwischen Dogmatik und Spiritualität (aktualisiert)
Johann(es) Gerhard (geb. 17.10.1582 in Quedlinburg, gest. 17.08.1637 in Jena) gehört zu den bedeutendsten nach-reformatorischen Theologen lutherischer Prägung. Noch nicht der Erstarrung protestantischer Orthodoxie verfallen, ist er ein durchaus eigenständiger Denker. Er bedient sich zwar noch der Loci-Methode (Local-Methode) in seiner Hauptschrift, den Loci communes, zeigt sich schon eine gewisse analytische Kraft (vgl. die dann dominierende Analytische Methode). […]
Johann Gerhard: Lutherische Hermeneutik zwischen dogmatischer Verfestigung und Geistinspiration
Unterschrift von Johann Gerhard(vom Cover der Meditationes — Ausgabe:Frommann-Holzboog) Der lutherische Theologe Johann(es) Gerhard (1582 – 1637) zeichnet sich dadurch aus, dass er noch nicht der Erstarrung protestantischer Orthodoxie verfallen ist. Von der Reformation und der von Philipp Melanchthon entwickelten Loci-Methode herkommend (vgl. Melanchthon: Loci Communes), zeigt seine Hauptschrift, die Loci communes, bereits eine gewisse analytische Kraft, wie sie in der dann […]