Johannes Lähnemann – Interreligiöse Friedenspädagogik als Lebensaufgabe (aktualisiert)

Das Ehepaar Lähnemann
bei der INTR°A-Jahrestagung 2014

Johannes Lähnemann (geb. 1941) hat sich als evangelischer Theologe und Religionspädagoge intensiv für die interreligiöse Begegnung eingesetzt. 

Sein Leben insgesamt und besonders seine  Zeit als Professor an der Universität-Erlangen-Nürnberg sind in vielfacher Weise davon geprägt. Denn interreligiöser Dialog und Friedenserziehung gehören für ihn untrennbar zusammen. 

Lähnemann gehört zu den frühesten und insgesamt zu wichtigsten Vertretern des interreligiösen Dialogs in Deutschland. Seine zahlreichen Veröffentlichungen spiegeln dies ebenfalls wieder.



Besonders intensiv hat sich dieses Engagement ausgewirkt bei:



Bildergebnis für Religions for Peace Bilder
Religions for Peace (RfP / früher WCRP). 

Interreligious and Peace Education
 in Times of Crisis

Berlin: EB-Verlag 2024, 198 S., Photos

ISBN 978-3-86893-483-0 — auch als E-Book    

 

Seine Kommunikationsfähigkeit und seine Kooperationsintensität
kommt auch in diesen Veröffentlichungen zum Ausdruck:

  • Werner Haussmann / Johannes Lähnemann (Hg.):
    Dein Glaube – mein Glaube. Interreligiöses Lernen in Schule und Gemeinde. 
  • Göttingen: V & R 2005, 200 S.
  • Werner Haußmann / Hansjörg Biener, Klaus Hock /
    Reinhold Mokrosch:
    Handbuch Friedenserziehung.   Interreligiös – interkulturell – interkonfessionell
    (für Johannes Lähnemann).
    Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2006, 469 S., Register  

Gebetsstunde der Religionen in St. Martha Nürnberg, 08.12.2018

 

Der Lehrer und Wissenschaftler wurde national und international ausgezeichnet, übrigens auch 2014 mit dem INTR°A-Projektpreis für Komplementarität der Religionen.
— Laudatio von Reinhard Kirste: hier


In seiner 2017 erschienen Autobiografie
lässt er diese interreligiöse Lebensorientierung Revue passieren:


Lernen in der Begegnung. Ein Leben auf dem Weg zur Interreligiosität

Göttingen: V & R  2017, 304 S., Abb — ISBN 978-3-525-70242-0



 
In der Verlagsankündigung heißt es:

   „Leserinnen und Lesern erschließt sich
   das lebenslange Engagement von
Johannes Lähnemann
aus neuer Perspektive

– aus seiner persönlichen
Motivation heraus. 
   Seine erste Begegnung mit
der orientalischen Welt fand
1965 anlässlich seiner Verlobungsfeier in
Ostanatolien statt,
im Ausgrabungslager seines
Schwiegervaters, unter deutschen
und türkischen Grabungsmitarbeitern. 
  Die hier gemachten Erfahrungen waren
faszinierend und seitdem begleitet ihn
das Motto: 
   >Stell an den Anfang das Staunen,
das Wahrnehmen,

richte deine Sinne auf das,
was dir begegnet.<
  
  In seiner mehr als
vierzigjährigen Tätigkeit in
Theologie und Religionspädagogik,
  in Universität, Kirche und
Schule beschäftigte  
  Lähnemann sich mit den Weltreligionen
und 
beteiligte sich am Aufbau der
Ausbildung islamischer Religionslehrkräfte
in Deutschland.  
     Zu seinen Wirkungsfeldern gehören
die Arbeit im Rahmen
    am Runden Tisch der Religionen in Deutschland,
    in der internationalen Bewegung Religions for Peace (RfP) 
    und beim Projekt Weltethos. 
    2008 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz für seinen Einsatz
    im christlich-islamischen Dialog verliehen. 
    Sein ereignis- und  facettenreicher Lebensweg eignet sich
    als Inspirationsquelle für das eigene Handeln.“ 
 
Rezension von Dr. Martin Bauschke, in „Zeitzeichen“, September 2020, S. 64-65: