
Seit 2026 verankert die Leipziger Buchmesse wechselnde kuratierte Fokusthemen als feste Programmlinie – themenoffen, international wie gesellschaftlich. Den Auftakt bildete 2026 die vielstimmige Literatur des Donauraums.
Unter dem Motto „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“ fanden auf einer eigenen Bühne in Halle 4 an allen Messetagen Buchpräsentationen, Gespräche und Debatten statt. Das von Stephan Ozsváth kuratierte Programm entstand gemeinsam mit Partnern wie dem Auswärtigen Amt, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Goethe-Institut, TRADUKI, der Stadt Leipzig und Kulturinstitutionen der beteiligten Länder – und zeigt, wo Geschichten im Donauraum verbinden oder trennen: literarisch, historisch, gesellschaftlich und politisch.

Helmut Asam:
Kulte und Religionen zwischen Donau und Alpen
München: Allitera Verlag 2019
>>> Inhaltsverzeichnis und Leseprobe >>>
Aus der Verlagsinformation
Wie haben sich die Weltanschauungen zwischen Donau und Alpen entwickelt? Woher kamen sie? Welche grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Glaubensphilosophien gibt es? Warum sind einige wieder verschwunden, andere aber geblieben? Wie stellt sich der Kultur- bzw. Religionsmix heute in München dar?
Der Autor Helmut Asam (geb. 1954) erläutert die Entwicklungen von über 20 Kulten und Religionen in ihren Ursprungsregionen und im Donau-Alpenraum. Er beschäftigt sich seit den 1990er-Jahren mit Religionsphilosophie und der Geschichte des frühen Christentums. Er lebte mehrere Jahre in Algerien und in der Türkei. Seit 2017 ist Asam u. a. als Dozent für Themen aus Religionsphilosophie und Religionsgeschichte mit regionalem Schwerpunkt in der Erwachsenenbildung tätig. Das vorliegende Buch ist Resultat einer intensiven dreijährigen Forschungsarbeit.
>>> Donauraum. Transnational – Zusammenarbeit (Interrreg) >>>
>>> Donau (wikipedia) >>>
>>> Donau / Danube (wikipedia.en) >>>
>>> Südosteuropa-Gesellschaft (Homepage) >>>
>>> Awi Blumenfeld: Als die Donau durch Kaukanien floss (Jüdische Allgemeine, 18.03.2026)
Zur Leipziger Buchmesse: Eine (jüdische) Vision für ein Europa der Regionen, Religionen und der Vielfalt

Olivia Spiridon (Hg.):
Die Donau und ihre Grenzen
Literarische und filmische Einblicke in den Donauraum
Bielefeld: Transcript 2019, 356 S.
ISBN: 978-3-8376-4807-2
>>> Inhaltsverzeichnis und Leseprobe >>>
Literarische und filmische Einblicke in den Donauraum
Die Donau durchquert eine komplexe, durch stetige Umformungen sich kennzeichnende Großregion. Kaum ein Fluss ist so grenzenreich und brückenarm – und dennoch überwiegt im kulturellen Wissen die Vorstellung der Donau als Band oder Wasserstraße. Dabei ist der Blick auf die narrativen Funktionen der Grenzen als Räume dynamischer Sinnbildungen und Identitätsformungen besonders lehrreich.
Die Beiträge des Bandes arbeiten die typologischen Achsen der Donau als Grenze anhand von literarischen und filmischen Repräsentationen aus den verschiedenen Regionen entlang des Stroms heraus und gewähren sowie bisher unbekannte Einblicke in einen fluiden Donauraum.
Kapitel-Übersicht
- Frontmatter Seiten 1 – 4
- Inhalt Seiten 5 – 6
- Die Donau und ihre Grenzen Seiten 7 – 28
- Narrative Funktionen der Donau an ausgewählten Beispielen
der deutschsprachigen Literatur Seiten 29 – 54 - »Die gleiche Stimme hat die Donau und der Rhein« Seiten 55 – 72
- Franz Tumlers Donau Seiten 73 – 90
- Mythopoetisches Gewässer der (Tschecho-)Slaven Seiten 91 – 108
- Donau Exodus: ein metaphorischer Weg Seiten 109 – 124
- Straße, Anhaltspunkt, ersatzweises Koordinatensystem Seiten 125 – 162
- Von der Innen- und Binnengrenze zur Außengrenze Seiten 163 – 202
- Am Schnittpunkt der GrenzenSeiten 203 – 216
- Die Donau – Identitäten im StromSeiten 217 – 230
- Vom Patriotismus zur Dystopie Seiten 231 – 244
- Die »weiße« und die »schwarze« Donau als Grenzen(-losigkeit)
in der bulgarischen Literatur und im Film Seiten 245 – 266 - Vom Eisernen Tor zum Eisernen Vorhang Seiten 267 – 292
- Die Grenze der unteren Donau in Spielfilmen Seiten 293 – 304
- Fluchtphantasien an der unteren Donau Seiten 305 – 330
- Donaudonau oder die Fortsetzung der Wahrheit Seiten 331 – 342
- Autorinnen und Autoren Seiten 343 – 346
- Abbildungsverzeichnis Seiten 347 – 348
- Personenregister Seiten 349 – 356