Die Stiftung „Omnis Religio“ und die Interreligiöse Arbeitsstelle, INTR°A haben Ihr Kooperation durch ein Diskussionsforum verstärkt, unter dem Titel; einen „Interreligiöser Lesezirkel“. Hier stellen die TeilnehmerInnen thematisch einen Titel oder auch mehrere Bücher vor. Der Interreligiöse Lesezirkel begann seine erste Sitzung am 23. März 2026 begann unter der Thematik: Israel-Palästina-Konflikt: kulturell, politisch, religiös.
Omnis-Vorstandsmitglied, Dr. Sasha Dehghani führte anhand von drei Büchern in die Thematik ein.
>>> Themenzusammenstellung der Interreligiösen Bibliothek (IRB): Israel – Palästina -Naher Osten >>>

Mouhanad Khorchide
Ohne Judentum kein Islam.
Die verleugnete Quelle
Freiburg/Br.: Herder 2025, 224 S. –
— ISBN: 978-3-451-03606-4 — eBook (PDF)
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>>> Mehr zu Mouhanad Khorchide
Verlagsinformation: Antisemitismus im Islam
Spätestens mit dem 7. Oktober wurde deutlich, wie verbreitet der Antisemitismus unter Muslimen weltweit, aber auch in Deutschland ist. Der muslimische Theologe Mouhanad Khorchide geht in seinem neuen Buch u.a. den Fragen nach, warum der Antisemitismus unter Muslimen so viel Anklang findet, welche koranischen und theologischen Quellen als Grundlage des muslimischen Antisemitismus dienen, welche Allianzen ein radikalisierter islamischer Antisemitismus eingeht. Doch Khorchide bleibt nicht bei dieser Bestandsaufnahme stehen. Er versteht das Judentum als Grundlage des Islams und legt dar, wie das Judentum von Beginn an dem Propheten Mohammed als Grundlage und Legitimation für seine Verkündigung diente.

Hamed Abdel-Samad — Philipp Peyman Engel
Was darf Israel? Ein Streit – Zur aktuellen Krise in Nahost
München: dtv 2025, 3. Aufl., 160 S.
ISBN-10: 3423285265 — ISBN-13: 978-3423285261
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Verlagsinformation
Der Anschlag vom 7. Oktober und der Gazakrieg haben die Lage im Nahen Osten dramatisch verändert. Aber auch in Deutschland: Plötzlich werden Dinge ausgesprochen, die lange ein Tabu waren, plötzlich radikalisieren sich auch hier die Haltungen. Selbst unter Freunden: Hamed Abdel Samad und Philipp Peyman Engel schreiben sich Briefe zur Lage im Nahen Osten und tauschen sich direkt und kontrovers zur Lage im Nahen Osten: Betreibt Israel in Gaza einen Genozid? Unterstützen die Palästinenser den Terror? Auf welcher Seite steht Deutschland? Und: Wie kann die Zukunft der Region aussehen?
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José Brunner: Brutale Nachbarn.
Wie Emotionen den Nahostkonflikt antreiben oder entschärfen können:
Berlin: Propyläen (Ullstein) 2025, 361 S.
ISBN 9783549110034
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe >>>
Der Schlüssel zum Nahostkonflikt sind die Emotionen, die ihn antreiben
Israelis und Palästinenser leben in einer brutalen Nachbarschaft. Keine Seite kann der existenziellen Bedrohung durch die andere entfliehen. Dieser Konflikt wird erst entschärft, wenn beide Parteien sich nicht nur als Opfer fühlen, sondern gemeinsam Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen. José Brunner zeigt, wie das gelingen kann.
Seit fünf Jahrzehnten beobachtet José Brunner unmittelbar, wie auf dem Reißbrett entworfene Friedenspläne und Appelle an die Vernunft in diesem Krieg der Emotionen kläglich versagen. Daher setzt er dort an, wo wir Menschen zutiefst ansprechbar sind: bei unseren Gefühlen. Mit seinem revolutionären, auf jahrelanger Forschung basierenden Konzept holt er die Erkenntnisse der Psychologie in die politische Debatte. Denn Traumata, Narzissmus und Paranoia prägen nicht nur den Einzelnen, sondern ganze Nationen. Deshalb muss vor einer politischen Lösung zunächst eine psychologische erfolgen: Erst wenn beide Seiten lernen, nicht nur umzudenken, sondern auch »umzufühlen« und die jeweils andere als legitimen Nachbarn zu akzeptieren, kann es für Israelis und Palästinenser eine Zukunft geben.