Judenfeindlichkeit, Antisemitismus, Shoah / Holocaust – Geschichte und Gegenwart

Dieser Beitrag im Blog-Archiv der Interreligiösen Bibliothek) versucht durch die Art der Zusammenstellung aufzuzeigen, 
Entwicklungsgeschichtliche Verbindungslinien 
zwischen Anti-Judaismus, Antisemitismus und Shoah

 

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Yair Mintzker: Die vielen Tode des Jud Süß – Justizmord an einem Hofjuden. Göttingen: V & R  2020, 261 S.
Der Hofjude Joseph Süß Oppenheimer – »Jud Süß« – gehört zu den symbolträchtigsten Figuren der Geschichte des Antisemitismus. Als der Herzog von Württemberg Karl Alexander unerwartet verstarb, verhafteten die Behörden Oppenheimer, stellten ihn vor Gericht und verurteilten ihn schließlich zum Tode. Vor großem Publikum wurde er am 4. Februar 1738 vor den Toren Stuttgarts erhängt. Yair Mintzker untersucht vier zeitgenössische Berichte über den Prozess gegen Oppenheimer. Aus der Vielstimmigkeit ergibt sich ein Geflecht von widersprüchlichen Narrativen, das den Wahrheitsgehalt historischer Darstellungen kritisch reflektiert.
 

Die sog. Reichskristallnacht —— 9./10. November 1938
Systematisches Judenpogrom: Hintergründe und Informationen (bpb, 08.11.2018)

Die zerstörte Synagoge in Eisenach am 10.11.1938 (wikipedia.en)
 
Eine Seite aus dem Nazi-Kinderbuch (im Original farbig!):
Elvira Bauer: Ein Bilderbuch für Groß und Klein
Nürnberg: Stürmer-Verlag o.J., 4. Aufl. 51.-60. Tausend
 Mehr zur Autorin und zum Buch: hier

 

Stramm für Führer und Reich: Landesbischof und späterer Reichsbischof Ludwig Müller (September 1933)
bei der Eröffnung der Nationalsynode in Wittenberg. 
Bild: Bundesarchiv 183-H25547
 
Verlagsinformation: „Das Eisenacher ‚Entjudungsinstitut‘: 1939 wurde in Eisenach das sogenannte ‚Entjudungsinstitut‘ gegründet. In kirchlicher Trägerschaft suchte es die jüdischen Einflüsse auf Theologie und Kirche zu „erforschen“ und zu tilgen. Das Institut zeigt ein perfides kirchliches Andienen an die nationalsozialistische Rassenpolitik im pseudowissenschaftlichen Gewand und markiert dabei eines der dunkelsten Kapitel, das auf kirchliche Initiative die deutsche evangelisch verantwortete theologische Wissenschaft in der NS-Zeit geschrieben hat. Auf der Basis vorliegender Forschungsergebnisse wendet sich der vorliegende Band erstmals in interdisziplinärer Weise dem ‚Entjudungsinstitut‘ zu, kontextualisiert die völkische und antisemitische Ideologie und Theologie der Einrichtung, vergleicht sie mit ähnlichen pseudowissenschaftlichen „Instituten“ und fragt nach dessen Wirkung und Auswirkung in Ost- und Westdeutschland.“
Unweit des einstigen „Entjudungsinstituts“ wurde im Mai 2019 ein Mahnmal enthüllt. Es trägt den Satz: „Wir sind in die Irre gegangen…“.
Foto und Presse-Information der Friderich-Schiller-Universität Jena, 03.12.2021

SHOAH / HOLOCAUST

 Seminarseite TU-Dortmund (WiSe 2018/2019): Kap. 3: Unheilswege – Auschwitz und Holocaust

 Die Kantorin Avitall Gerstetter Erinnerungsgeschichte der versöhnenden Art 
Planung eines Jüdischen Kulturzentrums in Berlin-Schöneweide 
(Morgenpost, 08.01.2019) 

  • Rezension – Thomas Kaufmann:
    „Luthers Juden“. 
    Stuttgart: Reclam 2014 – in „Deutschlandradio Kultur, 26.10.2014
  • Harry Oelke / Wolfgang Kraus
    Gury Schneider-Ludorff 
    Axel Töllner /Anselm Schubert (Hg.):
    Martin Luthers »Judenschriften»

    Die Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert

    Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Reihe B: Darstellungen, Band 64.

    Göttingen: V & R 2015, 330 S., Abb.

    Der Band widmet sich der problematischen Wirkungsgeschichte
    von Martin Luthers »Judenschriften« im 19. und 20. Jahrhundert.
    — Die Wirkungsgeschichte der polemischen Schriften Martin Luthers 
    gegen Juden im 19. und 20. Jahrhundert wurde bisher nur wenig erforscht. Der vorliegende Band schließt diese Lücke. Die Beiträgearbeiten die problematische Wirkung von Luthers Schriften für neuzeitliche theologische Diskurse und historische Entwicklungen,einschließlich Antisemitismus und NS-Zeit, differenziert heraus.Schließlich beleuchten sie neben der angloamerikanischen Rezeption der »Judenschriften« besonders deren Aufarbeitung im Protestantismus seit 1945.

 „Jesus kann kein Jude gewesen sein!“:

Material zum Antijudaismus und Antisemitismus

  •  
  • Laupheimer Gespräche 2018:
    Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart – Hg.: Haus der Geschichte Baden-Württemberg
    Heidelberg: Universitätsverlag Winter 2019, 164 S., Abb., Register –
    Rezension >>>
  • Michael Blume: Warum der Antisemitismus uns alle bedroht.
    Wie neue Medien alte Verschwörungsmythen befeuern. Ostfildern: Patmos 2019, 208 S., Glossar
    Rezension: hier

Cover: Nirenberg, David, Anti-Judaismus

Nirenberg, David: Anti-Judaismus. EINE ANDERE GESCHICHTE DES WESTLICHEN DENKENS. 
München: C.H. Beck 2015, 2017, 2. Aufl., 587 SRezensionsnotizen bei „Perlentaucher“ (2015) >>>
 

 

Judensau Wittenberg.jpg
Judensau-Darstellung an der Stadtkirche Wittenberg (wikipedia)

Fake News – Ritualmord-Gerüchte 

— Maria E. Dorninger:  RITUALMORDVORWÜRFE IM MITTELALTER
Urteile – Prozesse – Wirkungen (Universität Salzburg)
— Hostienfrevel- und Ritualmord-Legenden 
(aus einem Wahlgrundkurs 2000/2001)
— Anderl von Rinn (Wikipedia)

Judentum – Materialzusammenstellung — grundsätzlich, historisch, regional >>>


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