Recasting the Past: The Art of Chinese Bronzes, 1100–1900. Katalog zur Ausstellung (28. 02. – 28. 09.2025)
im Metropolitan Museum of Art ( MET) New York 2025, 304 pp., 354 color illus. — ISBN 9781588397904
Die Vergangenheit neu gestalten: Die Kunst der chinesischen Bronzen 1100 – 1900
Katalogbeschreibung
Chinese bronzes made from the 12th to the 19th century are an important but often overlooked category of Chinese art. In ancient China, bronze vessels were emblems of ritual and power. A millennium later, in the period from 1100 to 1900, such vessels were rediscovered as embodiments of a long-lost golden age that was worthy of study and emulation. This “return to the past” (fugu) was part of a widespread phenomenon across all the arts to reclaim the virtues of a classical tradition. An important aspect of this phenomenon was the revival of bronze casting as a major art form. While archaic bronzes were used as containers for food or wine, these so-called “later bronzes” adapted antique shapes and decorative motifs to serve new functions as incense burners, flower vases, and all types of scholar objects. Later Chinese bronzes, however, have long been stigmatized as poor imitations of ancient bronzes rather than being seen as fundamentally new creations with their own aesthetic and functional character.
From important bronzes to a complementary selection of works including painting, calligraphy, ceramics, lacquers, and jades, the exhibition draws on an international array of loans to redress the previous misunderstanding of later Chinese bronzes. Some 100 pieces from The Met collection will be augmented by nearly 100 loans from major institutions in China, Japan, Korea, Germany, France, the United Kingdom, and the United States to present the most comprehensive narrative of the ongoing importance of bronzes as an art medium throughout China’s long history.
Aktualiserte Übersetzung
Chinesische Bronzen aus dem 12. bis 19. Jahrhundert stellen eine wichtige, jedoch oft übersehene Kategorie der chinesischen Kunst dar. Im alten China galten Bronzegefäße als Symbole für Rituale und Macht. Ein Jahrtausend später, in der Zeit von 1100 bis 1900, wurden solche Gefäße als Verkörperungen eines längst vergangenen goldenen Zeitalters wiederentdeckt, das es wert war, erforscht und nachgeahmt zu werden. Diese „Rückkehr zur Vergangenheit“ (fugu) war Teil eines weit verbreiteten Phänomens in allen Kunstbereichen, das darauf abzielte, die Tugenden einer klassischen Tradition wiederzubeleben. Ein wichtiger Aspekt dieses Phänomens war die Wiederbelebung des Bronzegusses als bedeutende Kunstform. Während archaische Bronzen als Gefäße für Speisen oder Wein dienten, übernahmen diese sogenannten „späten Bronzen“ antike Formen und dekorative Motive, um neuen Funktionen als Räuchergefäße, Blumenvasen und allerlei Gelehrtenobjekte zu dienen. Späte chinesische Bronzen wurden jedoch lange Zeit als schlechte Nachahmungen antiker Bronzen stigmatisiert, anstatt als grundlegend neue Schöpfungen mit eigenem ästhetischen und funktionalen Charakter angesehen zu werden.i
Die Ausstellung des MET aus dem Jahr 2025 mit bedeutenden Bronzen bis hin zu einer ergänzenden Auswahl an Werken, darunter Malerei, Kalligraphie, Keramik, Lackarbeiten und Jade, stützte sich auf eine internationale Reihe von Leihgaben, um das bisherige Missverständnis bezüglich der späteren chinesischen Bronzen zu korrigieren.
Rund 100 Exponate aus der Sammlung des MET werden durch fast 100 Leihgaben bedeutender Institutionen aus China, Japan, Korea, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten ergänzt, um einen umfassenden Überblick über die anhaltende Bedeutung von Bronzen als Kunstmedium im Laufe der langen Geschichte Chinas zu vermitteln.
— Chinesische Ritualbronzen (wikipedia) >>>
— Vgl. Faszination Jade: Congs und andere Ritualobjekte der chinesischen Kultur – Symbolik: Leben & Tod, Recht & Macht
Beispiele von Bronze-[Ritual]-Objekten

Links: Räucherfass mit Schlangensymbolik (Höhe 29 cm)
Unten: Rückseite eines Spiegels, 19. Jh., Qing-Dynastie (Durchmesser 16,5 cm)


Ruyi-Zepter, ein Glücksbringer,
Länge 27 cm (wikipedia.en)

— Zwei kleine Bronze-Ritualgefäße (Repliken)
(WELTKUNST-Kunsthandel)
— Bronze/Kupfergeld-Amulett mit den Worten: Himmlisches Taiping Königreich, Revolutionsarmee, 19. Jh.
— Kiefernruß-Reibetusche mit der Aufschrift „Kiefernruß aus den Gelben Bergen“