Deutsche Kolonialgeschichte – Versuche der Aufarbeitung (IRB-Blog-Archiv mit Updates)

Kolonien in Afrika 1914 (wikipedia)
Hermann J. Hiery: Fa’a Siamani. Germany in Micronesia, New Guinea and Samoa 1884-1914
Wiesbaden: Harrassowitz 2020, X, 284 pp., 5 , illustr., 2 maps, 13 tables
Inhaltsverzeichnis  und Leseprobe >>>
Evangelische Missionare nahmen als Zeichen der erfolgreichen Christianisierung  dieses Behältnis für den rituellen Gebrauch
mit nach Deutschland.
 (LWL-Wanderausstellung 2020-2022: Geschichte der Dinge)

Cover
Sara Müller
: Zeugen des Kolonialismus.
Ethnographische Objekte und die deutsche Vergangenheit in Ozeanien.
Bielefeld: Transcript 2025, 342 S.
ISBN: 978-3-8376-8017-1 — Verlagsinformation, Kapitelübersicht, Abstracts >>>

Die Verstrickungen zwischen ethnographischen Objekten und dem deutschen Kolonialismus sind längst kein Geheimnis mehr. Der Einfluss wissenschaftlicher Expeditionen auf die Aneignung von Objekten ist hingegen weniger bekannt. In den Jahren 1912 und 1913 erforschte die Kaiserin-Augusta-Fluss-Expedition die Sepik-Region in Deutsch-Neuguinea. Anhand ausgewählter Objektbiografien aus der Ethnologischen Sammlung in Göttingen und mithilfe der historischen Provenienzforschung betrachtet Sara Müller den gesamten Kontext der Aneignung der Objekte. Sie werden so zu Zeugen von wirtschaftlicher Ausbeutung, politischen Interessen, Gewalt gegen Menschen sowie der Logistik und dem Umgang mit Objekten in deutschen Sammlungen im 20. Jahrhundert.

Benin-Bronzen – Kontext:  Raubkunst.
Deutsche Museen wollen koloniale Kontexte aufarbeiten
(ZEIT online, 02.02.2022) – Vgl.„Geschichte der Dinge“. 
LWL-Wanderausstellung zur Herkunft von Objekten in nordrhein-westfälischen Sammlungen
Städtische Museen Freiburg: Freiburg und Kolonialismus: Gestern? Heute! 
(OnlineSammlung) >>>

Sonderausstellung:  Das ist kolonial. Westfalens (un)sichtbares Erbe.
Bis 26.10.2025, LWL-Museum, Zeche Zollern Dortmund 

> Marianne Bechhaus-Gerst/Stefanie Michels/Fabian Fechner (Hg.): Nordrhein-Westfalen und der Imperialismus. Berlin: Metropol 2022, 484 S., Abb.
Verlagsinformation, Inhaltsverzeichnis, Rezensionen >>>

> Sebastian Bischoff /
Barbara Frey / 
Andreas Neuwöhner (Hg.): Koloniale Welten in Westfalen
Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte,
Bd. 89. Paderborn: Schöningh (Brill) 2021, 338 S., Abb.

Verlagsinfo/ Inhaltsverzeichnis >
 
> Stadtgeschichte Iserlohn: Die koloniale Seite
 
> Hemer: Großunternehmer und Sklavenhändler aus dem Sauerland: Friedrich von Romberg 
(Dokumentationen und Diskurse, 30.03.2021 u.ö.)
 Relief oberhalb der ehem. Eingangstreppe des von Romberg und Lürmann finanzierten Hauses in Hemer-Sundwig (Stephanopel).
Inschrift: „Zum Vorgebirge der Guten Hoffnung“ – gemeint ist das Kap der Guten Hoffnung,
das auch Rombergs Schiffe umfuhren.