Interreligiöse Begegnungen in chinesischer Perspektive

Zhang Chengzhi:
Propheten der Befreiung

Erlebnisse und Gedanken eines chinesischen Muslims zu Buddhismus, Christentum und Islam.
Aus dem Chinesischen übersetzt und eingeleitet von Leopold Leeb
Salzburger Theologische Studien 75, interkulturell 28
Innsbruck-Wien: Tyrolia 2026, 312 S, 8 sw Abb.
ISBN: 978-3-7022-4363-0

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Lebens-Werte im interreligiösen Kontext: Gedankenfreiheit und einfaches Leben
Zhang Chengzhi, der führende muslimische Intellektuelle und Schriftsteller in China, hat in diesem Buch seine Gedanken zu Buddhismus, Christentum und Islam zusammengefasst.
Der erste Teil konzentriert sich auf den japanischen Mönch Hōnen (1133–1212), der durch seine Reformen die Grundlagen für die weltgeschichtlich früheste Säkularisierungsbewegung des Buddhismus legte.
Der zweite Teil ist der Person Jesu Christi gewidmet – in Zhangs Augen ein faszinierender Prophet der Armen und Diskriminierten –, wobei sich Zhangs feine Beobachtungen vor allem auf die Analyse des Markus-Evangeliums durch Arai Sasagu (1930–2024), einen japanischen Experten zum frühen Christentum stützen.
Im dritten Teil des Werkes geht es um den Islam. Unter dem Titel „Bunte Steine“ bietet der Autor Interpretationen von Qur’anversen, Meditationen zur Pilgerreise nach Mekka und Einblicke in die muslimische Kultur und Geschichte in China, etwa in Form von Gedanken zum in China traditionellen muslimischen Reuegebet Barā’ah. „Ich hoffe“, so der Autor, „dass diese Steine in der Zukunft von Nutzen sein werden und zum Material für einen Straßenbau werden.“

Der Autor: Zhang, der selbst aus muslimischer Abstammung stammt, aber atheistisch aufwuchs und später zum Islam konvertierte, ist auch für sein berühmtestes Werk History of the Soul (心灵史) bekannt, das die Entwicklung der Jahriyya-Sufi-Orden in China behandelt (Verlagsinformation).
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Vgl. auch im IRB Blog-Archiv
Dossier China — Religionen & Vielfalt der Kulturen >>>
Die Seidenstraße – Multikultureller Buddhismus – Indien, Zentralasien, China, Japan >>>
— Christentum in China: Die Nestorianer-Stele von Xi’an und die Jesus-Sutren >>>

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