Die Schutzgöttin Selket [Serket]
vor der Grabkammer des Tutanchamun (Regierungszeit ca. 1333 – 1323)
— Tomb of Tutanchamun, wikipedia.en: Ägyptisches Museum Kairo — Selket (wikipedia,deutsch): Replik
„Wie die Menschen in vielen anderen Kulturen waren die alten Ägypter bereits seit ältester Zeit
der Überzeugung, dass ein Weiterleben nach dem Tode möglich sei. Diese jenseitige Existenz
stellten sie sich als ein Spiegelbild des diesseitigen Lebens vor, und der Tod war nur der Übergang in
eine neue Daseinsform. Das Fortbestehen im Totenreich war jedoch unabdingbar verbunden
mit der Konservierung des Körpers.
Nach der altägyptischen Vorstellung trennte sich die Seele in Gestalt des sogenannten Ba-Vogels
zunächst von dem Körper und ließ ihn als seelenlose Hülle zurück. Erst nach der Mumifizierung und
den Ritualen zur Wiederbelebung war der Körper bereit, die Seele wieder aufzunehmen.
Durch diese
Vereinigung von Körper und Seele sollte der Verstorbene in die Lage versetzt werden, im „schönen Westen“, wie das Jenseits auch genannt wurde, in Ewigkeit zu existieren“. (aus: Ägyptisches Museum / Papyrusssammlung)
>>> Reise in die Anderwelt: Altägyptischer Jenseitsführer (Neues Museum Berlin) >>>
>>> Jenseitsvorstellungen und Totenkult –— (Lexikon: Bibelwissenschaft)
- Mumien und Totenkult (selket.de)
- Totenkult im Alten Ägypten (Mein Altägypten)
- Tod und Weiterleben: Ein Blick in das antike Ägypten
- Ägyptisches Museum Berlin mit Papyrus-Sammlung
- Ägyptisches Museum Turin (Hg.): Das Alte Ägypten. Das Alltagsleben.
Mailand. Electa 1987, 282 S., Abb., Register - Liste wichtiger ägyptischer Götter >>>
- Foto: Vielleicht Isis mit dem Horus-Knaben oder als Votivgabe: Mutter mit Kind
– und beigefügte Hierpglyphen-Kartusche

- Friedrich Graf: Der ägyptische Glaube II. Die ägyptische Jenseitsvorstellung und Götter im alten Ägypten.
Norderstedt: Books on Demand 2011, 440 S., Abb. – Schwerpunkt: S. 35-70 (Lesetext ziemlich vollständig): hier - Werner Forman / Hannelore Kischkewitz: Die altägyptische Zeichnung. Hanau: Dausien 1988, 2. erw. Aufl., 61 S., Abb.
- Ein Beispiel aus christlicher Zeit

Koptische Grabstele, Inschrift (griech. Majuskeln) ca. 100 n.Chr. (Ägypten)
Wie fast auf allen koptischen Grabstelen wird die betende Person ikonografisch fast immer in der sogenannten Orantenhaltung (Gebetshaltung mit erhobenen oder ausgebreiteten Händen) dargestellt. Diese antike und frühchristliche Gebetshaltung symbolisiert die Hingabe an Gott, die Fürbitte für die Seele des Verstorbenen und die Hoffnung auf die Auferstehung.
Vgl.: Koptische Kalkstein-Grabstele mit einem Knaben in einem Ouroboros (CB-Galerie, Wien)
| Aus dem Totenbuch des Cha/Kha, ca. 1400 v. Chr., Text: Formeln der Verwandlung, damit der Verstorbene im Jenseits sich in verschiedene Wesen verwandeln kann. Original im Ägyptischen Museum Turin |
| Eine Tote im Gebet, Papyrus zwischen 1095 und 950 v. Chr. Aus dem Totenbuch der Cheritwebechet/Herwebenkhet – Papyrus 133 – Original im Ägyptischen Museum Kairo, abgedruckt in: „Die Altägyptische Zeichnung“ (1988), Nr. 59 |