Sterben, Tod und Jenseits im Alten Ägypten bis in die christliche Epoche

  Small Selket SculptureDie Schutzgöttin Selket [Serket]
vor der Grabkammer des Tutanchamun (Regierungszeit ca. 1333 – 1323)

— Tomb of Tutanchamun, wikipedia.en: Ägyptisches Museum Kairo — Selket (wikipedia,deutsch): Replik

„Wie die Menschen in vielen anderen Kulturen waren die alten Ägypter bereits seit ältester Zeit
der Überzeugung, dass ein Weiterleben nach dem Tode möglich sei. Diese jenseitige Existenz
stellten sie sich als ein Spiegelbild des diesseitigen Lebens vor, und der Tod war nur der Übergang in
eine neue Daseinsform. Das Fortbestehen im Totenreich war jedoch unabdingbar verbunden
mit der Konservierung des Körpers.
Nach der altägyptischen Vorstellung trennte sich die Seele in Gestalt des sogenannten Ba-Vogels
zunächst von dem Körper und ließ ihn als seelenlose Hülle zurück. Erst nach der Mumifizierung und
den Ritualen zur Wiederbelebung war der Körper bereit, die Seele wieder aufzunehmen.
Durch diese

Vereinigung von Körper und Seele sollte der Verstorbene in die Lage versetzt werden, im „schönen Westen“, wie das Jenseits auch genannt wurde, in Ewigkeit zu existieren“.   (aus: Ägyptisches Museum / Papyrusssammlung) 

Aus dem Totenbuch des Cha/Kha, ca. 1400 v. Chr., Text: Formeln der Verwandlung, damit der Verstorbene
im Jenseits sich in verschiedene Wesen verwandeln kann. Original im Ägyptischen Museum Turin
 
 
Eine Tote im Gebet, Papyrus zwischen 1095 und 950 v. Chr. Aus dem Totenbuch der Cheritwebechet/Herwebenkhet – Papyrus 133 – Original im Ägyptischen Museum Kairo, abgedruckt in:
„Die Altägyptische Zeichnung“ (1988), Nr. 59
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Amun-em-wija >>>. — 21. Dynastie: 1071 – 946 v. Chr. — Papyrus Berlin 3127, Original im Neuen Museum Berlin